Für Marvel-Fans ist heute ein aufregender Tag: Doctor Strange in the Multiverse of Madness kommt heute in die deutschen Kinos – und das sogar zwei Tage vor dem ‚offiziellen‘ Kinostart! Wir hatten die Möglichkeit mit Dr. Strange-Darsteller Benedict Cumberbatch zu sprechen und haben mit ihm ein wenig über den Film, die Herausforderungen, den damit verbundenen Druck und Feminismus gesprochen!

Doctor Strange in the Multiverse of Madness: Darum geht es in dem neuen MCU-Blockbuster

Seit mehreren Jahren warten die Fans der Marvel-Franchise auf den zweiten Doctor Strange-Film. Nachdem der erste wie eine Bombe eingeschlagen hat und Benedict Cumberbatch nach seiner Parade-Rolle in der Serie Sherlock NOCH berühmter wurde, ist der neue Film rund um den Doktor-turned-Superheld schon vor dem Kinostart bis in den Himmel gehypt worden.

Schon im ersten Dr. Strange-Film drehte sich alles um die Idee des Multiversums und die verschiedenen Möglichkeiten, welches dieses mit sich bringt. Das Konzept des Multiversums wurde schon im neuen Spiderman-Film angekratzt und wird jetzt noch weiter ausgearbeitet.

Benedict Cumberbatch in Multiverse of Madness
Benedict Cumberbatch kämpft als Dr. Strange gegen die Gefahren des Multiversums. Foto: IMAGO Images / Prod.DB via canva

Denn in Multiverse of Madness trifft Stephen Strange nicht nur andere Charaktere aus anderen Universen, sondern auch sich selbst. Und nur mit der Hilfe von bekannten (und auch neuen) Marvel-Gesichtern kann er die „Madness“, die durch die verschiedenen Multiversen ausgelöst wird, unter Kontrolle bekommen.

Benedict Cumberbatch im Interview mit wmn über Erwartungsdruck, Feminismus & Co.

Wir setzten uns anlässlich der Pressetour zu Multiverse of Madness mit Benedict Cumberbatch zusammen und durften ihn ein wenig zu seinem neuen Projekt und den damit verbundenen Herausforderungen ausfragen!

wmn: Zuallererst einmal: Herzlichen Glückwunsch zu deinem neuen Film! Wie fühlt es sich an, in einem der meist erwartesten Blockbuster des ganzen Jahres die Hauptrolle zu spielen?

Benedict Cumberbatch: Unglaublich aufregend, gelinde gesagt. Wirklich unglaublich aufregend!

wmn: Wenn man an all den Hype denkt, den dieser Film bekommen hat, als er noch nicht einmal draußen war, fühlst du dann einen gewissen Erwartungsdruck gegenüber der Fans?

Benedict Cumberbatch: Wir arbeiten jetzt schon mehrere Jahre an diesem Film und nun, da er draußen ist und die Ergebnisse da sind, kann man eigentlich nichts mehr tun. Ich hoffe wirklich sehr, dass es die Erwartungen der Fans trifft. Und ich denke, genau das wird passieren. Es sind einige Schlüsselmomente dabei, die für Fans aufregend sein werden. Wirklich aufregend!

Doch als Ganzes… Man weiß es nicht. Man kann es nicht wissen! Und ich habe auch noch nicht den ganzen Film gesehen, nur einige Versionen, aber noch nicht die finale Version.

Benedict Cumberbatch
Benedict Cumberbatch hat selbst noch nie seinen eigenen Film in der finalen Version gesehen. Foto: IMAGO Images / PA Images

wmn: Also ist es für dich selbst auch eine Überraschung?

Benedict Cumberbatch: Ja, auf jeden Fall! Ich hoffe, es übertrifft auch meine eigenen Erwartungen. *lacht*

wmn: Ich bin mir sicher, dass das der Fall sein wird! Was war denn die größte Herausforderung beim Filmen dieses Blockbusters?

Benedict Cumberbatch: Das Wetter und Corona machten es ziemlich schwierig. Die Produzent:innen und die gesamte Gruppe haben allerdings alles getan, damit jede:r Beteiligte:r sicher war. Und wir reden hier von 500+ Menschen. Und ich finde, dass das wirklich toll und vor allem auch einzigartig in der damaligen Filmindustrie ist. Viele Produktionen mussten eingestellt werden, wir haben nicht einmal aufgehört.

„500+ Menschen kamen nach Weihnachten zurück ans Set und wir hatten nicht einen positiven Corona-Test.“

Viel davon hat mit Selbstaufopferung und Engagement zu tun. 500+ Menschen kamen nach Weihnachten zurück ans Set und wir hatten nicht einen positiven Corona-Test. Wir hatten zwar ein sehr ‚lockdowniges‘ Weihnachtsfest, aber trotzdem verdient diese harte Arbeit definitiv Anerkennung.

Diese besonderen Filme sind schwierig zu machen. Große Set-Teile, du musst mit verschiedenen Wetterbedingungen klarkommen, welche deinen Tag beeinflussen, die Arbeit ist nicht immer drinnen, wo es trocken und ein Green Screen vorhanden ist… Doch alles in allem haben alle Beteiligten eine tolle Arbeit geleistet. Und ich bin mir sicher, dass sie Bücher darüber schreiben werden, wie in diesen Zeiten Filme gemacht wurden.

Dr. Strange
Benedict Cumberbatch ist Dr. Strange und ein Feminist! Foto: IMAGO Images / Prod.DB via canva

wmn: Du bist nicht nur Dr. Strange, sondern auch ein Feminist.

Benedict Cumberbatch: *lacht* Doctor Strange ist beinahe ein größerer Feminist als ich selbst, aber wir werden sehen, wie er sich in diesem Film macht!

wmn: Ich habe gelesen, dass du nur Rollen annimmst, in denen Frauen genauso wie du als Mann bezahlt werden. Hast du durch diesen eigenen Vorsatz irgendwelche großen Jobs verpasst und dahingehend schon einmal dein Mind Set bereut?

Benedict Cumberbatch: Die Konversation bezüglich der Equal Payment-Transparenz ist eine der momentan wichtigsten unter Schauspieler:innen und sollte es auch sein. Damit muss ganz offen umgegangen werden, sodass Menschen nicht erst danach von diesen Problemen hören.

Wenn ich gute Rollen verpasst hätte, würde ich es nicht wissen. Deshalb kann ich deine Frage in diesem Sinne nicht unbedingt beantworten. Ich habe viele meiner Arbeiten selbst produziert, weiß also, was genau dort abgeht. Ich denke, es ist noch ein weiter Weg, aber es bewegt sich auf jeden Fall etwas in diesem Zusammenhang.

wmn: Ja, wir müssen alle gemeinsam an diesem Problem arbeiten! Zurück zum Film: Du arbeitest eng mit Wanda und Wong in diesem Multiverse of Madness. Wen würdest du als besseren Sidekick sehen?

Benedict Cumberbatch: Beide sind wundervoll! Wong ist für Dr. Strange bekannter, also wird er sich sicherlich mehr auf ihn stützen. Als Schauspieler:innen sind beide wirklich toll. Bennie [Benedict Wong] und ich kannten uns schon vor den Filmen und unsere Verbindung ist einfach da. Es ist so einfach, mit ihm am Set zu sein!

Benedict Cumberbatch und Elizabeth Olsen
Benedict Cumberbatch und Elizabeth Olsen, mit welcher wir auch sprechen durften, verstanden sich sehr gut am Set. Foto: IMAGO Images / Future Image

„Mit ihr kann man immer lachen und sie kreiert diese besondere Atmosphäre am Set.“

Und Lizzie [Elizabeth Olsen] ist entzückend. Sie ist nicht nur eine unglaublich brillante und fokussierte Person, sie bringt auch diese bestimmte Leuchtkraft auf den Bildschirm und… es ist einfach da, dieses Licht, welches ihr folgt. Lizzie ist aber auch ehrfürchtig. Sie ist die erste Person, die das alles ziemlich verrückt findet, was es ja auch ist. Mit ihr kann man immer lachen und sie kreiert diese besondere Atmosphäre am Set – es ist immer ein guter Tag, wenn sie da ist.

wmn: Und noch eine letzte Frage: Wenn du Stephen Strange einen Rat geben könntest, nachdem du nun weißt, was in dem Film passiert – was würdest du ihm sagen?

Benedict Cumberbatch: „Du kannst nicht alles selbst machen“ – Ich weiß nicht, ich denke, irgendetwas in diese Richtung. *lacht*

wmn: Vielen Dank für deine Zeit!

Das komplette Interview kannst du auch hier noch einmal nachschauen:

Benedict Cumberbatch im neuen Doctor Strange-Film: Auf ins Kino!

Auch wenn du nicht zu den Marvel-Fans dieser Welt gehörst, lohnt es sich definitiv den neuen Doctor Strange-Film anzuschauen. Wir durften schon die ersten 20 Minuten des Filmes sehen und können nur sagen, dass diese kurze Zeit allein ein Fest für die Sinne war – mal abgesehen von den tollen Darsteller:innen, die auch im echten Leben unglaublich sympathisch sind!

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